Muss ich meinen Hund immer an der Leine führen?

Durch zahlreiche schlimme Vorfälle, bei denen sogar Kinder durch Hundebisse getötet wurden, wurden nicht nur die Gesetze für Hundehalter verschärft. Man achtet zudem auch viel mehr auf deren Einhaltung. Auch die Leinenpflicht ist ein solches Thema, neben der Maulkorbverordnung und anderen Details, über die man sich schon vor der Anschaffung eines Hundes informieren sollte. Einen Hund nur in der Wohnung zu halten, ist nicht möglich und auch das Leben im Zwinger oder an der Kette sollte man dem Tier einfach ersparen. Wer sich also nicht gesetzeskonform, zugleich aber im Wohle des Tieres um den Hund kümmern kann, sollte sich lieber gleich keinen anschaffen.

Schon bei der Grundausstattung, die man für seinen Hund anschafft, zählen also nicht nur ein Schlafplatz, wie zum Beispiel ein schönes, bequemes Körbchen, und die Futternäpfe. Ein verstellbares Halsband, das über die ersten Lebensmonate hinweg mitwachsen kann, ist eine günstige Alternative zum Neukauf des Halsbandes alle paar Wochen.  Oft wartet man ja nach dem Kauf des Hundes noch einige Zeit, bis man ihn vom Züchter holen kann. Auch im Tierheim bekommt man die Chance, erst alles vorzubereiten und dann erst das Tier in das neue, schöne Heim zu holen. Diese Zeit kann der künftige Hundehalter nutzen, um in einem Onlineshop für Hundebedarf einzukaufen, was er braucht.  Man kann in etwa abschätzen, wie groß das Tier im Moment ist und wie es einmal aussehen wird, wenn es ausgewachsen ist. Nach diesen Schätzungen kann Halsband und Leine durchaus gekauft werden, denn jedes Halsband, jedes Geschirr kann um einige Zentimeter verstellt werden. So gewöhnt sich der neue kleine Freund gleich an die Leine und die Leinenpflicht ist keinerlei Problem.

Die Leinenpflicht ist unterschiedlich geregelt. Je nach Bundesland, manchmal sogar von Stadt zu Stadt unterschiedlich ist hier die Handhabe. Nicht jeder Hund ist ein Kampfhund nach der veröffentlichten Liste. Dennoch muss man selbst den kleinsten Pinscher in manchen Städten immer an der Leine führen. Ausnahmen werden von den Ordnungsämtern nicht gestattet. Auch Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Wer mit seinem Hund in einer fremden Stadt unterwegs ist, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sich zu informieren hat, wie die Vorschriften vor Ort sind. Selbiges gilt für Reisen ins Ausland.

Schon für Welpen braucht man also in den meisten Fällen schon eine Leine samt Halsband. Hier kann man bei Idealo einmal die Preise vergleichen und sich das richtige Set aussuchen. Auch, wenn ein Park noch so schön ist und der Hund noch so gerne frei herum tollen würde: Hier gilt das, was die Stadt verordnet hat und was meistens auch auf einem Schild am Eingang der Grünanlage zu lesen ist. Wird man hier vom Ordnungsamt angesprochen, weil der Hund frei herum läuft, bekommt man auf jeden Fall eine Geldstrafe, weil man eine Ordnungswidrigkeit begangen hat.

Die Hundeleine ist auch im Wald die bessere Wahl, wenn man keinen Ärger bekommen möchte. Nicht alle Vierbeiner sind frei von Ungehorsam und vergessen bei einer gewitterten Fährte schon einmal, dass sie eigentlich wohlerzogen sind. Da macht es keinen Unterschied, ob es ein Pitbull oder ein Zwergdackel ist: Erwischt der Jäger den Hund beim Wildern, dürfte er rein rechtlich sogar auf das Tier schießen. Wer dies vermeiden möchte, lässt seinen Hund am besten an der Leine. Um mehr Auslauf bei dennoch kompletter Sicherheit zu ermöglichen, kann man Schleppleinen oder Flexileinen kaufen, die je nach Örtlichkeit mehr oder weniger Beweglichkeit des Hundes zulassen. Nicht nur eine solche flexible Hundeleine bekommt man im Internet zu kaufen.

Neben den so genannten Flexileinen, werden auch andere, besondere Modelle für die Hundehalter angeboten. Man kann die Auswahl also ganz den Gewohnheiten und natürlich vor allem dem Hund anpassen. Einige Sonderkonstruktionen sieht man hier. Zu ihnen zählen besondere Leinen, die wie ein Y gestaltet sind. Mit diesen können zwei Hunde geführt werden. Auch Blindenhunde haben eine besondere Hundeleine, die mit einem Bügel ausgestattet ist. Sie ermöglicht es dem Sehbehinderten, zu erkennen, welche Bewegung der Hund gerade ausführt. Blindenhunde sind immer an der Leine, außer sie sind in der Wohnung zu Hause. Ansonsten gilt auf nicht speziell ausgewiesenen Flächen meistens – leider – Leinenpflicht.