Hiddensee benötigt Versorgung via Luft

Schnee und vor allem das zugefrorene Meer sind die Ursache dafür, dass auf der Insel Hiddensee nichts mehr geht. Man hatte versucht, die Insel, die schon seit Freitag von der Außenwelt getrennt ist, mit einem Eisbrecher wieder erreichbar zu machen. Die Versuche scheiterten, der Eisbrecher hat sich festgefahren. Hiddensee, das Urlaubsgebiet, wurde zum Gefängnis für die Feriengäste, die zur Zeit auf der Insel sind, aber auch für die Einheimischen ist das Leben im Moment eher schwierig. Manche Medikamente und Lebensmittel gehen langsam zur Neige. Die Versorgung aller Menschen gestaltet sich sehr problematisch: Eine Lösung musste her.

Nun starten am heutigen Dienstag das erste Mal Hubschrauber in Richtung Hiddensee. Im Gepäck der Helikopter befinden sich die wichtigsten Medikamente und eine erste Ration an Lebensmitteln. Es wird eine Luftbrücke eingerichtet, die auch die Möglichkeit für Touristen bietet, auf eigene Rechnung wieder auf das Festland zu kommen. Wer die kostenpflichtigen Transporte nicht nutzt, muss warten, bis der normale Seeweg wieder passierbar ist. Die Urlauber, die Verpflichtungen in der Arbeit wahrnehmen müssen oder andere Termine nicht verpassen dürfen, werden das Angebot, Hiddensee mit einem Helikopter zu verlassen, aber sicher wahrnehmen.

Die Eisbrecher sind immer noch nicht einsatzbereit; das Wetter müsste hier erst einmal wieder Plusgrade zeigen, damit sich auf See etwas bewegt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Ein neues Schneetief ist schon im Anflug auf die Insel. Das bedeutet, dass die Helikopter sich beeilen müssen, weil auf keinen Fall bei schlechter Sicht geflogen werden kann. Eine Besserung der Wetterlage wäre zu erhoffen, damit eine normale Versorgung auf Hiddensee, mit der Fähre, die sonst auch verkehrt, wieder aufgenommen werden kann.