Eine Wohnungslüftung beugt Schimmelbildung vor
Wenn die kalte Jahreszeit und die Heizperiode beginnen, dann ist es besonders wichtig, das Feuchtigkeitsniveau in den eigenen vier Wänden im Auge zu behalten. Wenn man ein paar einfache Hinweise beachtet, dann ist die Wohnungslüftung auch im Winter eine unkomplizierte Sache ohne böse Überraschungen in den Wänden oder bei der Heizkostenabrechnung. Im Hinterkopf sollte man haben, dass warme, beheizte Luft reich an Feuchtigkeit ist. Die kalte Luft draußen hingegen ist sehr trocken. Die Wohnungslüftung dient dem Austausch der unterschiedlichen Luftschichten. Wenn man "querlüftet", also zwei gegenüberliegende Fenster öffnet, wird innerhalb von zwei Minuten ca. 70% des Luftvolumens ausgetauscht.
Das genügt bereits, und man kann das Fenster wieder schließen. Eine Stunde später sollte man den Vorgang wiederholen. Längeres Lüften bringt keine weiteren Vorteile, ganz im Gegenteil. Es besteht die Gefahr, dass bei übermäßigem Lüften den Wänden die Wärme entzogen wird. Ausgekühlte Wände "perlen" bei neuerlichem Heizen und es passiert das, was man vermeiden wollte: Es kann sich Schimmel bilden. Automatische Einrichtungen, z. B. von der Westaflexwerk GmbH, nehmen den Bewohnern diese Tätigkeiten bzw. Überlegungen zum größten Teil ab.
Sinnvoll ist das Lüften morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen, denn dann ist der Feuchtigkeitsgehalt am größten.
An der Heizung muss man nichts verändern. Ohnehin reagieren die Heizkörper zu langsam, um im Minutenbereich Kosten zu sparen.
Die Wohnungslüftung im Sommer kann man noch gelassener angehen. Hier ist die Gefahr der Schimmelbildung sehr gering. Drei bis fünf Mal täglich für zehn Minuten durchzulüften, ist hier ein guter Rat. Sommers wie Winters gilt: Fenster weit öffnen und lieber kurz und mehrmals lüften als einmal lange.
Durch gute Wohnungslüftung erhält man sich ein angenehmes Raumklima und beugt Feuchtigkeitsschäden vor.
